Dr. Shami

Derzeit besteht großes Interesse an der Anwendung der Extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) und der Aufklärung der biologischen Wirkmechanismen bei Sehnenpathologien. Im Gegensatz zu urologischen Behandlungen (Lithotripsie), bei denen Nierensteine ​​durch Schockwellen aufgelöst werden, werden bei muskuloskeletalen Behandlungen (Orthotripsie) keine Schockwellen verwendet, um Gewebe zu zersetzen, sondern um mikroskopisch interstitielle und extrazelluläre biologische Reaktionen und Geweberegeneration auszulösen. Die Forscher sind daran interessiert, die biologischen Wirkungen zu untersuchen, die die klinischen Erfolge stützen.

Einige Autoren spekulierten, dass Stoßwellen Schmerzen bei Insertionstendinopathie durch Hyperstimulationsanalgesie lindern. Viele neuere Studien zeigten die Modulationen der Stoßwellenbehandlung, einschließlich Neovaskularisation, Differenzierung von mesenchymalen Stammzellen und lokale Freisetzung von angiogenetischen Faktoren.

Die experimentellen Ergebnisse bestätigen, dass die ESWT die Expression hoher Mengen an Entzündungsmediatoren (Matrix-Metalloproteinasen und Inter-Leukine) verringert. Daher bewirkt die ESWT eine regenerierende und gewebereparierende Wirkung in muskuloskelettalen Geweben, nicht nur eine mechanische Desintegrationswirkung, wie allgemein zuvor angenommen. Basierend auf den ermutigenden Ergebnissen klinischer und experimenteller Studien scheint sich das Potenzial von ESWT zu entwickeln.

Das vielversprechende Ergebnis dieser nicht-invasiven Behandlungsoption in der Tendinitisversorgung rechtfertigt die Indikation einer Stoßwellentherapie. Weitere Studien müssen durchgeführt werden, um die optimalen Behandlungsparameter zu bestimmen, und werden eine Verbesserung in Übereinstimmung mit der evidenzbasierten Medizin bewirken. Schließlich sind Metaanalysen erforderlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit der ESWT bei der Behandlung von Tendinopathien nachzuweisen.